Die Herausforderung

Bildungschancen sind in Österreich ungerecht verteilt.

Österreich gehört zu den drei OECD-Ländern, in denen der Bildungsaufstieg am schlechtesten gelingt. Nur 21 Prozent der 25- bis 64-Jährigen erlangen einen höheren Bildungsabschluss als ihre Eltern. Österreich weist zudem die größte Abwärtsmobilität bei jenen auf, deren Eltern tertiär gebildet sind. Neben schlechten Chancen für Bildungsaufstieg ist Österreich somit auch „Spitze“ beim Bildungsabstieg. (Statistik Austria 2012/13, OECD 2014)

Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund sind die VerliererInnen des Bildungssystems. Was aufgrund von Herkunft oder soziokulturellem Hintergrund an Unterstützung im familiären Umfeld fehlt, wird vom Bildungssystem kaum aufgefangen. Damit bleiben erhebliche Potenziale und Talente für die Gesellschaft ungenützt.

In Österreich ist der Bildungsaufstieg stark eingeschränkt.

Nahezu zwei Drittel der 17-Jährigen, deren Eltern einen Hochschulabschluss haben, besuchen eine maturaführende Schule. Verfügen die Eltern jedoch nur über einen Pflichtschulabschluss, beträgt die Aussicht auf eine AHS-Matura nur 8 Prozent. 82 Prozent der SchulabbrecherInnen kommen dabei aus Hauptschulen, Neuen Mittelschulen, Polytechnischen Schulen oder Kooperativen Mittelschule.

Fehlende Bildung erschwert den Zugang zum Arbeitsmarkt

Arbeit zu finden dauert für Menschen mit Pflichtschulabschluss bedeutend länger. Sie brauchen durchschnittlich 42 Monate, bis sie den ersten Job antreten können. Das ist dreimal so lange wie alle anderen. Statistisch sind sie öfter arbeitslos und haben eine geringere Lebenserwartung.

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