Das Erasmus+ Projekt
“NEWTT – A New Way for New Talents in Teaching“

Projektinhalt & Zielsetzung des Projektes NEWTT

In den Jahren 2016-2019 beteiligt sich Teach For Austria am Erasmus+ Projekt „A New Way for New Talents in Teaching“.
Bei diesem EU-Projekt geht es darum, in den fünf beteiligten Ländern QuereinsteigerInnenmodelle in den Lehrberuf zu testen und zu evaluieren. Gemessen werden Grundhaltungen und Einstellungen zum Lehrberuf sowie pädagogische und didaktische Kompetenzen. Es arbeiten öffentiche und private Institutionen  aus Österreich, Bulgarien, Lettland, Rumänien und Spanien am Projekt mit. Die Universität Duisburg-Essen aus Deutschland ist für die wissenschaftliche Begleitung zuständig.
Das Forscherteam analysiert und evaluiert in diesem Erasmus+ Projekt jeweils einen Pilotjahrgang der Teach For Organisationen (in Österreich den Fellowjahrgang 2016) und einen Jahrgang von NeueinsteigerInnen in den Lehrberuf mit klassischer Ausbildung. Die Stichprobengröße variiert pro Land.
NEWTT ist das einzige genehmigte Projekt im Aufruf “Support for policy reform – Initiatives for Policy Innovation – Policy experimentation in school education sector”.

Die internationale Projektkoordination im Konsortium übernimmt die bulgarische Organisation “Zaedno v Chas” (Teach for Bulgaria).

Die Hauptforschungsfragen dieses Erasmus+ Projektes

Die Hauptforschungsfragen sind:

1. Sind Teach for All-Fellows zu Beginn der Berufslaufbahn als Lehrkraft genauso qualifiziert wie Lehrkräfte des traditionellen Weges der Lehrerausbildung?

2. Wie entwickelt sich die pädagogische Unterrichts- und Handlungskompetenz beider Gruppen über zwei Jahre?

3. Wie viele Teach for All-Fellows möchten im Lehrerberuf im Vergleich zu den traditionell ausgebildeten Lehrkräften langfristig verbleiben?

Erste Projektergebnisse

Erste Ergebnisse für Österreich wurden am 25. Jänner 2018 präsentiert. Neben hohem pädagogischem Wissen und fachdidaktischen Skills, überzeugen die QuereinsteigerInnen von Teach For Austria vor allem mit Enthusiasmus und Empathie.
Patrick Wolf vom Wiener Stadtschulrat bestätigt die Ergebnisse: “Wir sehen die QuereinsteigerInnen, die Teach For Austria ins System bringt, als positive Ergänzung zu Lehrerinnen und Lehrern, die den klassischen Ausbildungsweg gehen.Für die Schulen eine Win-Win-Situation.

Events im Rahmen von NEWTT

In Österreich fanden im Rahmen des Projektes NEWTT bislang  zwei große Veranstaltungen mit dem Titel: “New Ways into teaching – gemeinsam Zukunft bilden” statt. Es diskutierten jeweils Vertreter aus Wissenschaft, LehrerInnenbildung, Schulverwaltung, Wirtschaft und privaten Bildungsinitiativen.

„How to make the teaching profession more attractive“

Für die Keynote am 25. Jänner 2018 bei einer Veranstaltung im Haus der EU konnte James Darley (Director of Strategic Alliances, Teach First UK) zum Thema „How to make the teaching profession more attractive“ gewonnen werden. J. Darley war von 2004 bis 2016 Graduate Recruitment Director von Teach First UK, einer Schwesterorganisation von Teach For Austria. In seiner Zeit bei Teach Fist UK hat er es geschafft, den LehrerInnenberuf in „Low Income Schools“ als zweitbeliebtesten Beruf für Absolventinnen und Absolventen der anspruchsvollsten Universitäten Englands zu etablieren.

“The teacher’s developmental journey towards mastery”

Die Keynote bei der Veranstaltung am 4. April 2017 im Haus der Industrie steuerte Marie Hamer – ehemalige Fellow im Vereinigten Königreich –  vom Institute for Teaching in London zum Thema “The teacher’s developmental journey towards mastery” bei.

Österreichische Partner des NEWTT-Erasmus+ Projekts

Teach For Austria, der Stadtschulrat für Wien und die Industriellenvereingiung sind die offiziellen Projektpartner auf österreichischer Seite:

Walter Emberger, Teach For Austria: “Der gesamte Prozess von der Auswahl bis hin zum Unterrichten selbst werden im NEWTT-Projekt in  mehreren Ländern Europas wissenschaftlich begleitet. Das ist für uns eine große Chance voneinander zu lernen und uns grenzüberschreitend noch besser zu vernetzen.”

Patrick Wolf vom Wiener Stadtschulrat sieht den Bedarf: “LehrerIn zu sein ist einer der schönsten und gesellschaftlich wichtigsten Berufe. Mit dieser Botschaft müssen wir – als Behörde und als einzelne LehrerInnen – aktiv hinausgehen, um noch mehr qualifizierte und ambitionierte Menschen für diese Aufgabe zu begeistern.“

Auch für Gudrun Feucht, Expertin im Bereich Bildung und Gesellschaft der Industriellenvereinigung, bereichern QuereinsteigerInnen den Lernort Schule: “Künftig braucht es vermehrt Personen mit Berufs- und Praxiserfahrung in den pädagogischen Berufen. Sie tragen dazu bei, die Schule nach innen und außen zu öffnen, helfen den Unterricht praxisnaher zu gestalten und bringen Sichtweisen aus der Berufswelt in die Bildungseinrichtungen.”

Weitere Informationen auch auf der europäischen Projektwebsite: www.newtt.eu

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