Collective Leadership for Change – Future Minds Summit 2026 in Linz

Am 28. Jänner 2026 wurde das Alte Rathaus in Linz zum Ort gemeinsamer Verantwortung: Vertreter:innen aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um nicht nur zu diskutieren, sondern gemeinsam Wege zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft zu gestalten. Im Zentrum stand die Frage: Wie entsteht Veränderung dort, wo unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen? Nicht als Einzelprojekt, sondern als kollektive Praxis.

Zwei Personen stehen auf einer Bühne bei einer Konferenz; eine Person spricht ins Mikrofon, eine andere hört zu; grünes Banner mit Faire Chancen.
Großes Publikum sitzt bei Konferenz in moderner Halle; Kamerateams filmen, vorne Moderation.

Der Future Minds Summit ist kein klassisches Konferenzformat. Im Mittelpunkt stand heuer die Frage, wie Zukunft dort entsteht, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen und gemeinsam weitergedacht wird. Themen wie Bildungsfairness, gesellschaftlicher Zusammenhalt, technologische Entwicklungen und nachhaltige Transformation wurden nicht isoliert betrachtet, sondern in ihrem Zusammenspiel.

Collective Leadership in der Praxis

Was am Summit besonders spürbar war, ist das Verständnis von Leadership als kollektive Aufgabe. In Gesprächen, Keynotes und Arbeitsräumen zeigte sich, dass nachhaltige Veränderung nicht durch einzelne Stimmen entsteht, sondern durch gemeinsames Zuhören, Abwägen und Lernen.

Lächelnde Frau im schwarzen Mantel unterhält sich mit zwei Hijab-Trägerinnen vor blauem Banner bei einer Veranstaltung.
Teilnehmende diskutieren an rundem Tisch in Konferenzraum; Banner im Hintergrund deutet auf Veranstaltung hin.
Vier Teilnehmer diskutieren an Konferenztisch in Besprechungsraum; Flipchart und farbiges Banner im Hintergrund.
Frau mit dunkelgrauem Kopftuch hört aufmerksam einem Vortrag im Konferenzsaal zu.

Bildung ist der wirksamste Hebel um Transformation zu ermöglichen

Einen zentralen inhaltlichen Impuls setzte die Keynote von Andrea Pastorelli (Teach For All). Er machte deutlich, dass Bildung der wirksamste Hebel ist, um gesellschaftliche Transformation zu ermöglichen – und dass es dafür kollektive Führung, systemisches Denken und mutige Zusammenarbeit über Sektorengrenzen hinweg braucht. Seine Ausführungen gaben der Veranstaltung eine klare Richtung und bildeten einen wichtigen Referenzpunkt für die anschließenden Diskussionen.

Person im schwarzen Anzug präsentiert auf Bühne; großer Bildschirm zeigt historische Szene, rechts farbige Buchstabenblöcke, Publikum im Vordergrund.

„If you want to go fast, go alone. If you want to go far, go together.“

(Afrikanisches Sprichwort)

Diese Haltung prägte auch die Co-Creation Spaces. In kleinen Gruppen arbeiteten Teilnehmer:innen an konkreten Fragestellungen, etwa zu Chancengerechtigkeit im Bildungssystem, zur Rolle von Unternehmen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen oder zu den Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf Lernen und Teilhabe. Der Fokus lag nicht auf schnellen Lösungen, sondern auf dem gemeinsamen Entwickeln von Perspektiven und nächsten Schritten.

Weißes Whiteboard mit Beziehungsnetz aus pinken, gelben und orangen Post-it-Notizen; Linien verbinden Notizen. Büro.

Drei zentrale Erkenntnisse aus den Co-Creation Spaces

1. Verantwortung teilen – nicht weiterreichen

Verantwortung wird heute oft zwischen Akteur:innen hin- und hergeschoben. Beim Summit wurde klar, dass kollektive Verantwortung bedeutet, nicht immer nur Erwartungen zu äußern, sondern gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Über einzelne Rollen hinaus. 

2. Haltung und Struktur gehören zusammen

Veränderung braucht sowohl strukturelle Anpassungen als auch Veränderungen im Mindset.
Ob es um Chancengerechtigkeit, Digitalisierung oder Nachhaltigkeit geht: Strukturen schaffen Rahmen, aber ohne eine gemeinsame Haltung bleibt Veränderung oberflächlich. Beim Summit konnten die Teilnehmer:innen spüren, dass echte Transformation dort beginnt, wo Haltung und Struktur im Dialog stehen, nicht als Widerspruch, sondern als komplementäre Kräfte. 

3. Bildung ist mehr als Schule – sie ist ein gesamtgesellschaftlicher Prozess

Bildung fand nicht nur in den Workshops statt. Sie zeigte sich im Denken, im Austausch und im Perspektivenwechsel selbst.
Bildung ist kein Sektor allein, sondern ein Verbundsystem:
• in Unternehmen,
• in Organisationen,
• in Familien,
• in politischen Prozessen.
Und genau dort, in dieser Vielfalt, beginnt Collective Leadership.

Räume für Begegnung und Austausch

Neben den inhaltlichen Impulsen waren es vor allem die Begegnungen, die den Summit auszeichneten. Gespräche zwischen Programmpunkten, Diskussionen in kleinen Runden und der informelle Austausch über Sektorengrenzen hinweg schufen eine Atmosphäre des Vertrauens und der Offenheit.

Viele Teilnehmer:innen beschrieben den Summit als einen Raum, in dem nicht Positionen verteidigt, sondern Fragen geteilt wurden. Diese Offenheit ermöglichte neue Verbindungen und machte sichtbar, wie wichtig gemeinsame Lernprozesse für gesellschaftlichen Wandel sind.

Schild mit Aufschrift 'Social Justice & Equality' im Vordergrund; an Schnüren hängende Zettel mit Klammern; Hintergrund unscharf.
Gruppe von Frauen diskutiert an rundem Konferenztisch in Besprechungsraum.
Nahaufnahme von Händen, die auf rosa Haftnotizen mit Marker schreiben, auf einem weißen Tisch beim Brainstorming.

Collective Leadership entsteht im Tun

Was bleibt vom Summit?
Die Einsicht, dass Zukunft dort entsteht, wo Menschen Verantwortung teilen, Komplexität gemeinsam aushalten und im kontinuierlichen Dialog bleiben.

Dieses Verständnis von Führung, nicht als Position, sondern als geteilte Praxis, eröffnet neue Perspektiven für Bildung als Basis gesellschaftlicher Entwicklung.

Der Summit war kein Abschluss, sondern ein Auftakt für weitere gemeinsame Schritte – nicht mit fertigen Antworten, sondern mit der Überzeugung, dass Veränderung nur durch gemeinsames Lernen und Handeln gelingt.

Das Future Minds Summit 2027 im Jänner wird erneut ein Muss für alle, die an einer gerechten, nachhaltigen und innovativen Zukunft mitwirken möchten. Jetzt vormerken und Teil der Bewegung werden – denn Zukunft gestalten wir nur gemeinsam!

Wir bedanken uns bei allen teilnehmenden Hosts: 

MIBA, MINTality Stiftung, Greiner, WKOÖ, KEBA, IV OÖ, Sparkasse OÖ, The Ambassador Factory, Südwind, Teufelberger, Klima Stadt Linz, AK OÖ, LIWEST, Gleichbehandlungsanwaltschaft

Sprecher in Anzug auf der Bühne spricht ins Mikrofon vor Publikum; Veranstaltungsraum mit Monitor, Pflanzen.
Gruppe von ca. 15 Personen posiert gemeinsam auf Bühne bei Konferenz, Vorhang und Bildschirme im Hintergrund
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