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TFA Alumna Theresa Valenta entwickelt mit der “BauBox” einen Makerspace für mutige Mädchen

Theresa Valenta Teach For Austria

Liebe Theresa, du warst TFA Fellow 2019. Warum hast du dich entschieden, an dem zweijährigen Social Leadership Programm von TFA teilzunehmen?

Es hat so viele unterschiedliche Gründe gegeben mich für die Bewerbung bei TFA zu entscheiden. Die 3 wichtigsten waren wahrscheinlich – kurz auf den Punkt gebracht: 1) Abenteuerlust, 2) ein Impact-Wunsch und 3) Heimweh. Die Jahre davor haben ich in der Schweiz verbracht und an einer Reihe wahnsinnig spannender Projekte gearbeitet. Von der Organisation großer Sportveranstaltungen, über die Konzeption neuer Bergerlebnisse bis hin zur Umsetzung von Stadtentdeckungsprojekten war alles dabei. Ich hatte tolle Kolleginnen und engagierte Auftraggeber, und konnte dabei zusehen, wie wahnsinnig viel Zeit, Herzblut und finanzielle Ressourcen in die Entwicklung von Infrastruktur und die Umsetzung kurzfristiger Veranstaltungen geflossen ist.  Diese Rechnung hat nach einigen Jahren für mich nicht mehr gepasst. Und TFA hat sich damals schon länger immer wieder mal von meinem Hinterkopf aus gemeldet. Die positive Bewerbung bei TFA war dann schlussendlich der Trigger, um doch meine Stelle in Luzern zu kündigen und wieder zurück Richtung Heimat zu ziehen. In Richtung einer neuen Aufgabe und einer neuen Herausforderung!

Du warst TFA Fellow in der Schule. Was waren deine größten Herausforderungen?

Am Wochenende vor meinem ersten Schul-/Arbeitstag bekam ich einen Anruf einer neuen Kollegin. Sie, und die meisten anderen hatte ich bereits vor den Sommerferien beim Abschlussgrillen im Schulhof kennengelernt. Das Telefonat war kurz, aber nichts mit dem ich vorher gerechnet hätte. 5 Minuten später war ich Klassenvorstand einer 1. Klasse, Integrationsklasse, gemeinsam mit einem neuen Integrationslehrer, der auch noch nie unterrichtet hatte. So bin ich gemeinsam mit 22 anderen, die auch noch keine Ahnung von Mittelschule hatten, in ein neues Abenteuer gestartet. Mich hier zurechtzufinden war sicherlich eine große Herausforderung. Was mich aber vielleicht noch mehr gefordert hat waren die Lebensrealitäten, die ich durch unsere SchülerInnen kennengelernt habe. Vorher konnte ich mir nur wenig davon vorstellen, was die Kinder, 10, 11 Jahre alt, schon alles erlebt hatten, mit welchen Steinen am Weg sie aufwachsen, und was sie alles schon gemeistert haben, ohne dafür Anerkennung zu bekommen. 

Was hast du in den zwei Jahren am meisten gelernt?

So lange kann dieser Blog-Post garnicht sein, dass ich erzählen könnte, was ich alles gelernt habe. Klar ist aber, dass sich mein „Lernen“ auf alle nur denkbaren Bereiche erstreckt: persönlich, intra- und interpersonell, inhaltlich, fachlich, systembezogen, politisch, strukturell, kulturell, sprachlich, …Die Liste hat kein Ende. Und wahrscheinlich komme ich in den nächsten 10 Jahren noch regelmäßig drauf, was ich in meiner Zeit an der Schule gelernt habe, wie sie mich beeinflusst und geformt hat. 

Was machst du jetzt beruflich?

Ich bin immer noch an der Schule, im letzten Jahr aber nicht mehr als Klassenvorstand. So habe ich Zeit mich neben der Arbeit als Lehrerin auch neuen Themen anzunehmen und neue Herausforderungen zu suchen. Ganz weg von der Bildungsarbeit und Arbeit mit den Jugendlichen werde ich aber wohl nicht mehr kommen. Das Thema hat mich fest im Griff (lacht) Besonders auch der Austausch im internationalen Kontext, sei es über Erasmus+ Projekte im europäischen Ausland oder durch eine der diversen Teach for All Communities ganz international, erlebe ich die Bildungsarbeit als spannend, inspirierend, motivierend und absolut wichtig. 

Wie bist du auf die Idee zur BauBox gekommen?

Die Idee zur BauBox ist eigentlich in einer Nacht- und Nebelaktion entstanden. Eine TFA-Kollegin hat mich eingeladen an einem informellen Schreibworkshop mit ihr teilzunehmen. Am Ende des Tages sind ganz viele Gedanken rund um die Möglichkeiten „meiner“ Mädels in der Klasse auf dem Blatt vor mir gestanden. Ich war unzufrieden mit der Aufmerksamkeit, die sie in der Schule erhalten. Unzufrieden mit den beruflichen Möglichkeiten, die sie für sich selbst sahen. Unzufrieden mit den Möglichkeiten, die sie hatten, zu entdecken, was alles in ihnen steckt. Aus den Gedanken auf dem Zettel wurde in den darauffolgenden Stunde das Bewerbungsschreiben für die erste Future Wings Challenge, abgeschickt 5 Minuten vor Deadline. So hat die BauBox – Makerspace für mutige Mädchen ihren Lauf genommen. Seit 2021 wächst sie langsam aber stetig und erreicht immer mehr mutige Mädchen. 

Was genau ist die BauBox?

Gerade für Mädchen und junge Frauen bieten öffentliche Schulen wenig Möglichkeiten, aus den stereotypen Rollenzuschreibungen auszubrechen und sich abseits davon auszuprobieren und zu entfalten. Die BauBox bietet deshalb eine unverbindliche Übung (aktuell an 2 Wiener Mittelschulen), in der die Mädchen Raum zum Ausprobieren und Entfalten bekommen. Mit Hammer, Säge und viel Kreativität bauen wir Dinge, die die Community gerade braucht – Hochbeete, Barfußpfade, Zäune, Bänke, je nachdem. Um neue Berufsfelder kennenzulernen besuchen die Mädchen unterschiedliche Unternehmen im technischen Kontext. Die BauBox soll mehr als eine Werkstatt sein, in der die Mädchen ihr Potentiale entdecken und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen lernen.

In wiefern nützt du das Netzwerk von Teach For Austria?

Der Austausch innerhalb des Netzwerks ist total wertvoll! Die Motivation steigt jedes Mal wieder, wenn sich zwei TFAler treffen. Aber auch die unterschiedlichen Netzwerkveranstaltungen helfen mit neuem Input oder Kooperationsmöglichkeiten Neues anzustoßen und auch den Unterricht zu bereichern.  Darüber hinaus ist auch das Teach for All Netzwerk eine fantastische Ressource für Inspiration und Connection mit Menschen, die auf einer ähnlichen Wellenlänge schwingen!

Vielen Dank für das Gespräch, liebe Theresa!

Zur Website der BauBox geht es hier.

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