Open Piano for Refugees

Auf einer gemeinsamen Radtour durch Osteuropa 2015 entdeckten die Gründer*innen Nico Schwendinger (Fellow 2014) und Udo Felizeter den verbindenden Zauber einiger „Street Pianos“  in der Ukraine. Ein Jahr später sollten sie sich dann aufmachen, einen Verein gründen, mehrere Klaviere in die Straßen Österreichs stellen und ein Konzept entwerfen, das, neben der kunstvollen Belebung des öffentlichen Raums, den verbindenden Charakter der Musik nützt, um Brücken zwischen den Gesellschaftsschichten zu bauen.

Open Pianos – Alltagsoasen und Orte der Begegnung

Open Pianos sind frei zugängliche Klaviere auf öffentlichen Plätzen, die quer durch Mitteleuropa aufgestellt werden. Alle dürfen hier spielen, und alle dürfen hier zuhören. So bringen Nico, Udo und die bald dazu gestoßene Barbara Plank mit ihrem Team Menschen aller Gesellschaftsschichten mithilfe der Musik zusammen und schaffen kleine Alltagsoasen (bisher mehr als 50), die zum Verweilen einladen – auf Hauptplätzen, Kulturarealen, Raddemos, in Einkaufszentren, Bahnhöfen, U-Bahn Stationen, am Campus, an Seen oder in Parks. Auch Konzerte finden immer wieder auf den Klavierflügeln statt und sowohl bei diesen, als auch beim freien Bespielen der Open Pianos, sammelt Open Piano for Refugees Spenden.

Leistbarer Musikunterricht im sozialen Musikinstitut DoReMi

Mit diesen Spenden betreibt das Team hinter Open Piano for Refugees das soziale Musikinstitut DoReMi, das bereits über 100 Schüler*innen Musikunterricht ermöglicht. Mehr als 50 davon sind Geflüchtete, aber auch knapp weitere 20 Menschen mit Migrationshintergrund und sozioökonomisch benachteiligte Österreicher*innen werden hier unterricht. Alle zahlen so viel, wie sie dafür zu zahlen imstande sind. Insgesamt elf Musiklehrer*innen, davon auch drei Geflüchtete, lehren Klavier, Gitarre, Oud, Saz, orientalische Percussion, sowie Pop-, Jazz- und arabischen Gesang. Im Sinne eines gemeinsamen Lernens wird weitestgehend paarweise unterrichtet, Geflüchtete, sowie sozioökonomisch Benachteiligte gemeinsam mit einkommensstärkeren Österreicher*innen. Außerdem bringt der neu gegründete Chor „Choremi“ einen bunten Haufen unterschiedlicher Menschen zusammen und trägt so, genauso wie die deutsche Unterrichtssprache in allen Kursen, zu einer spielerischen Integration bei.

Teach For Austria und Open Piano for Refugees

Die Zeit an der Schule und im Fellowprogramm bei Teach For Austria hat laut Nico nicht nur dazu beigetragen, die harten Lebensrealitäten vieler Menschen kennenzulernen, sondern auch welch großes Potenzial das gemeinsame Lernen für eine funktionierende Integration in sich birgt. Wie Teach For Austria sieht Open Piano For Refugees den Schlüssel zu einem guten Zusammenleben aller Gesellschaftsschichten vor allem darin, Menschen, die schwierigere Startbedingungen haben, mithilfe von Bildung zu unterstützen. Deshalb möchten Nico und sein Team niederschwellige Anknüpfungspunkte an Open Pianos, musikalische Bildung in DoReMi, Verdienstmöglichkeiten (Musiklehrer*innen, Open Piano Betreuung, Konzertvermittlung) aber auch Zugehörigkeitsgefühl und Identifikationsmöglichkeiten schaffen.

Lust auf Musikunterricht, Konzerte in besonderer Atmosphäre oder das Projekt mit einer Musikpatenschaft zu unterstützen? Open Piano for Refugees freut sich über deinen Besuch oder dein Feedback:

Zu Open Piano For Refugees

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