Alumniperspektive: Von der Schule in die Privatwirtschaft

Von grauen Haaren & der Fähigkeit auch schwieriges Publikum zu überzeugen

Nach zwei Jahren Fellowprogramm stehen Teach For Austria Alumni verschiedene Karrierewege offen –  egal, ob sie an der Schule bleiben, in die Wissenschaft gehen, Funktionen in Politik und Verwaltung übernehmen, bei internationalen Organisationen und NGOs arbeiten oder Karriere in der Privatwirtschaft machen – die Erfahrungen in der Schule prägen nachhaltig. Für letzteres hat sich Jörg Westreicher (Fellow 2016) entschieden, der sich seit September um Digitalisierung im Baugewerbe bei Doka kümmert.

Lieber Jörg, beschreibe kurz, was du aktuell beruflich machst und wie du dazu gekommen bist?

Seit einigen Monaten,  arbeite ich für das Unternehmen Doka, in der Abteilung digital.umdaschgroup. Doka ist einer der weltweit größten Schalungshersteller für Beton. Viele kennen die gelben Tafeln mit blauer Schrift von Baustellen.  Wie der Name der Abteilung schon verrät, hat mein Job mit Digitalisierung zu tun. Meine Aufgabe ist es die täglichen Prozesse auf der Baustelle zu digitalisieren, um sie für den Kunden zu vereinfachen.

Meinen ersten Kontakt zu Doka hatte ich auf der Teach for Austria Sommerakademie 2016. Nach Abschluss des Fellow-Programms, hatte ich dadurch direkt die Möglich, mich bei Doka zu bewerben. Innerhalb kürzester Zeit hatte ich ein Bewerbungsgespräch und eine Zusage.

Inwiefern hatte die Zeit als Fellow einen Einfluss darauf, was du jetzt tust?

Als Fellow habe ich zwei Jahre lang Mathematik, Physik und Informatik unterrichtet. Hierbei konnte ich zusammen mit den Schülern meine bereits vorhandene Affinität und Leidenschaft für innovative Technologien weiter vertiefen. Jetzt sitze ich an vorderster Front und entwickle selbst digitale Lösungen und Produkte für Baustellen.

Mit neuen digitalen Produkten stößt man in einer eher konservativen Branche, wie der Baubranche, schnell auf taube Ohren. Durch meine Erfahrungen im Unterricht  habe ich verschiedene Methoden entwickeln können, mit denen ich sogar ein eher unbeliebtes “Produkt”, wie Mathematik, einem äußerst kritischem Publikum von 14- bis 15-Jährigen, schmackhaft machen konnte.

Inwiefern konntest du das Netzwerk von Teach For Austria nutzen?

Durch diverse Aktivitäten, die im Rahmen von Teach for Austria für Fellows angeboten wurden, wie z.B. Workshops, Seminare und  Mentoring, hatte ich die Möglichkeit mir ein breitgefächertes Netzwerk aufzubauen. Dieses hat mir vor allem bei der Jobsuche geholfen.

Wie hat dich die Zeit in der Schule persönlich verändert?

Neben vielen grauen Haaren, konnte ich beim unterrichten im Klassenzimmer lernen, dass man sehr bald an seine persönlichen Grenzen stößt, dabei hilft einem die intensive Betreuung durch Teach for Austria über sich hinauszuwachsen.

Was ist das wichtigste, das du dir aus der Zeit in der Schule mitnehmen konntest?

Was mich am meisten in  zwei Jahren als Lehrer begeistert hat ist, dass man mit einer einfachen Idee, jeder Menge Mut und den richtigen Menschen auch in einem eingefahrenen System, wie der Schule, große Veränderungen herbeiführen kann.

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